Ein akuter Husten nach einer Erkältung ist ein wichtiger Schutzreflex des Körpers, um die Atemwege von Schleim und Fremdkörpern zu befreien. In der Regel klingt er nach ein bis zwei Wochen wieder ab.
Hält der Husten jedoch länger als acht Wochen an, spricht man von chronischem Husten. Davon sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung betroffen – mehrheitlich Frauen sowie Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Da chronischer Husten oft über Jahre besteht, schränkt er die Lebensqualität und den Alltag der Betroffenen massiv ein.
Chronischer Husten – ob mit oder ohne Auswurf – sollte immer ernst genommen werden, da er ein Vorbote ernster Lungenerkrankungen sein kann:
- Bei jüngeren Menschen steckt meist ein unerkanntes Asthma dahinter.
- Bei älteren Menschen oder Rauchern kann es sich um chronische Entzündungen (COPD) oder erste Warnzeichen eines Lungentumors handeln.
- Wichtig: Bei blutigem Auswurf muss sofort ein Arzt aufgesucht werden!
Manchmal liegt die Ursache auch außerhalb der Lunge: Herzerkrankungen, chronischer Rückfluss von Magensäure (Sodbrennen/Reflux), Probleme der Nasennebenhöhlen oder Medikamentennebenwirkungen (z. B. durch bestimmte Blutdrucksenker) kommen infrage. In seltenen Fällen führen sogar unbemerkt eingeatmete Fremdkörper (wie eine verlorene Zahnplombe) zu jahrelangem Husten, der nach einer endoskopischen Entfernung sofort geheilt ist.